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Was ist die Buddha-Natur?...

ZEN Schatzkammer 2

ZEN Schatzkammer
Band 2


Band 2 bearbeitet die Kapitel 30 bis 60 der Gesamtausgabe des „Shôbôgenzô“, in denen vielfältige Themen und Lehrbereiche zusammengefasst sind, die ein breites Spektrum der Zen-buddhistischen Lehre ergeben. Es ist das große Verdienst Meister Dôgens, dass er sich in Japan und vor allem in China einen umfassenden Überblick über die Lehre und Praxis des Buddhismus erarbeitet und dieses Wissen in den 95 Kapiteln des „Shôbôgenzô“ festgehalten hat. Die Themen bildeten gleichzeitig den Inhalt von Dharma-Vorträgen, die er nach seiner Rückkehr in verschiedenen Klöstern in Japan hielt.
Das erste umfangreiche Kapitel geht auf die historischen Gegebenheiten der großen Meister in China ein und schildert deren unermüdlichen Einsatz und ihre Aufrichtigkeit, um die buddhistische Praxis zu bewahren und an die authentischen Nachfolger weiterzugeben. In einem anderen Kapitel wird die Lehre des Buddhismus behandelt, die besagt, dass jeder das Potenzial zur Erleuchtung besitzt und dass der Zustand der Erleuchtung der eigentlich natürliche Zustand des Menschen ist.
Kapitel 45 widmet sich dem sogenannten Bodhisattva-Ideal, das für den Mahâyâna-Buddhismus von zentraler Bedeutung ist; es beinhaltet die Hilfe für andere ohne eigenen Vorteil. Bewusstes, absichtsvolles Helfen, um für sich selbst etwas zu erlangen, ist demnach der falsche Weg.
In mehreren Kapiteln des „Shôbôgenzô“ werden Beispiele und Gleichnisse aus der Natur beschrieben, um die buddhistische Lehre und Praxis klarer herauszuarbeiten. In Band 2 geht es speziell um die Zedern im Garten, die Wirklichkeit des Mondes und um die Natur und nicht-empfindende Wesen, die den Buddha-Dharma in reiner Form lehren. Ein sehr poetisches Kapitel trägt den Titel „Die Pflaumenblüten sind die Augen Gautamas“. Es zeigt die enge Verbundenheit Dôgens mit der Natur.
Darüber hinaus werden mehrere Themenbereiche besprochen, die zur Klärung der Frage von Wahrheit und Wirklichkeit wesentlich beitragen. Dazu zählen die Kapitel über die strahlende Klarheit im Buddhismus, die Wahrheit von Körper und Geist, die Möglichkeiten unserer Sprache, die Wahrheit zu lehren und zu hören, und die Geist-Wirklichkeiten von Ideen, Formen und Handeln in unserem Leben.
In dem aufschlussreichen Kapitel 49 lehnt Dôgen die Unterteilung des Buddhismus und die Abgrenzung verschiedener buddhistischer Schulen und Sekten radikal und eindeutig ab. Er betont, dass es nur eine einzige buddhistische Lehre gibt und dass die Schulen häufig von Nachfolgern großer Meister ins Leben gerufen werden, die selbst den wahren Buddha-Dharma überhaupt nicht erlernt hatten und daher auch nicht lehren können. Ein solches Verhalten entspreche nicht dem Geist der großen Meister, die ewige Buddhas sind.
Einige Kapitel erteilen wieder sehr praktische Anweisungen für den buddhistischen Alltag, zum Beispiel für die Niederwerfungen, die buddhistische Praxis das Gesicht zu waschen, für die Übertragung des Buddha-Dharma von Angesicht zu Angesicht sowie für die Zazen-Praxis.

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